#remindsmeof Schaubude: Objekt von Florian Feisel

»Diese vollgelaufene Glühbirne hängt an einem Hochbeet unseres Corona-Refugiums. Sie erinnert mich an die Zeit in der Schaubude, als ich vor jeder Vorstellung meines IKARUS kurz bevor es losging in großer Eile alte Glühbirnen aufbohrte (mit einer Fotobatterie und kleinem Lämpchen versah) und sie mir dann wären der Performance in die Augen schraubte damit sie dort leuchteten.

Feisel

Das ist fast 20 Jahre her… Immer wenn ich in der Schaubude arbeitete, habe ich die halbe Bühne und die Küche in eine wilde Werkstatt verwandelt. Es war großartig, dort experimentieren zu dürfen, und die Try-Outs und Aufführungen waren eher ein Labor für unmögliche Dinge als fertige Vorstellungen. Wie das Leben selber.

Diese Glühbirne ist nicht aus Glas sondern Plastik und sie hat einmal mit LED funktioniert so etwas gab es damals in dieser Form noch nicht zu kaufen. Dass sie jetzt mit Wasser vollgelaufen ist, erzählt mir etwas über die Absurdität der Dinge und über den jetzigen Zustand der Welt.«


Florian Feisel Schauspieler, Figurenspieler, Straßenkünstler, Regisseur und seit 2012 Professor am Stuttgarter Studiengang Figurentheater macht »Theater mit Körperteilen und anderen Dingen« sowie performative Experimente. In der Schaubude war von ihm zuletzt während »Theater der Dinge« 2018 die bespielte Installation »SchmetterDinge« zu sehen.

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