#workinprogress: Kostüme in Corona-Zeiten

Gedanken der in Berlin lebenden Bühnenbildnerin Michaela Muchina während des Anfertigens von Kostümen aus Tüll für das Projekt TUKI-Tandem, das seit Februar 2020 nahezu kontaktlos gemeinsam mit der Theaterpädagogik der Schaubude Berlin realisiert wurde.

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Fotos: Susann Tamoszus


Stoff wird zu Geometrie, wird zu Raum.
Schichten über Schichten bilden Volumen und Hohlräume.
Federleicht aber widerspenstig.
Zart aber kratzig.
Ein starres Netz aus Löchern, Fransen, Faltungen und Überlagerungen.
Es fliegen lassen und sehen wie es landet und wieder eine neue Form annimmt.
Wie viele Eingänge und Ausgänge kann das Netz als Kostüm vertragen?
Wo kommt der Kopf rein, wo der Arm?
Es gibt keine Ordnung. Alles ist fließend.
Eintauchen und los.
Sehen wie es am Körper fliegt und tanzt und weht und steht.
Eine Hülle, die die Bewegung sucht, um sichtbar zu werden.
Immer scheint etwas durch. Die Haut, der Körper, das Gesicht.
Kein Versteck.
Sichtbar sein und doch geschützt.
Die Farbe ähnelt unserer Haut. Einer zweiten Haut.
Unsicherheit beim Anfertigen, ob der Zartheit und des Femininen
Auch für Jungen?!
Ein Angebot das Material zu entdecken eine Einladung zu spielen.

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Stellvertretend für eine Aufführung auf der Bühne gab es einen Theaterspaziergang im Park
der Kinder der Kita Fröbel-Freudenberg in der Weserstraße ….

Weitere Infos unter: https://www.schaubude.berlin/theaterpaedagogik/projekte/tuki/

#workinprogress

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