Die Welt ohne uns

Die Entstehung des Festivalthemas 2021

Von Tim Sandweg

Inszenierungsbild, auf dem sich zwei Puppenspieler befinden, ein Mann und eine Frau, die von hinten eine Hasenpuppe steuern. Der Hase sitzt auf stilisierten Steinen, Gräser sind um ihn herum.

Im April 2020, als der Lockdown wirklich noch ein Lockdown war, radelte ich einmal pro Woche aus meinem Home Office ins Theater. Mein Arbeitsweg führt einmal quer durch Berlin-Mitte und ist normalerweise von Berufsverkehr und Tourist*innen flankiert. Jetzt: Nichts. Und ich meine wirklich: Nichts. Morgens um halb Zehn: Kein Mensch auf dem Gendarmenmarkt. Am frühen Abend am Brandenburger Tor: Keine Fotogruppen, keine Souvenir-Verkäufer*innen, niemand. Dieses Bild hat mich noch, als wir aus diesem ersten Lockdown wieder aufwachten, schwer beschäftigt.

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Me, myself and my avatars (or remapping the homunculus)

Schaubude-Forschungsresidenz 2021

Inzwischen gibt es eine Projektdokumentation

Während der Sommerpause 2021 bleibt es hinter den Kulissen der Schaubude geschäftig. Virtual Reality Experience Designerin Lena Biresch, Puppenspieler und Creative Coder Nico Parisius sowie 3D-Animateur Tore Nobiling forschen während ihrer Residenz an der Schaubude Berlin vom 12. Juli bis zum 8. August zur performativen Verwendung von Avataren in der virtuellen Realität.

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Brief an Barbie. Bettina Mileta nach KOMPLEX! – AUßER M. WEIß NIEMAND, DASS BARBIE FEMINISTIN IST

Barbie-Übermalung von Bettina Mileta nach Komplex! Außer M. weiß niemand, dass Barbie Feministin ist

Barbie, oh Barbie – deine Zeit ist gekommen, du bist es nicht mehr – das role model, the shining star. The Vodoo, that you do … The Vodoo, that has been done to you – er ist vergangen.

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Die Erotik der Schrott-Roboter. Zoë Herlinger über 1/0/1 ROBOTS – HACKING THE BINARY CODE

© Jule Sievert

Ein lieb gewonnenes Ritual der alljährlichen Konferenz des Chaos Computer Clubs ist der »Hebocon – the sumo robot fight for the technically ungifted«: Selbstgebaute, aus blinkendem Müll gebastelte Mini-Roboter (Gewichtsklasse bis 500g) versuchen einander von einer Plattform zu schubsen. Ein Sammelsurium aus leeren Milchpackungen, Lego-Rädern, Plastik-Propellern, Ohropax und Lametta betritt den Ring – erlaubt ist alles, was weder High-Tech noch ferngesteuert, dafür umso kreativer ist. Manche Automaten preschen gezielt vorwärts, nur um sich selbst ins Aus zu befördern. Andere drehen sich so lange kläglich orientierungslos im Kreis, bis der Gegner-Maschine die Batterie ausgeht.

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Pepper kann tanzen. Judith Brückmann über DINGWESEN

Set-Up für einen Livestream. Foto: Judith Brückmann.

Ich war bereit. Zwei Bildschirme: zum Gucken und zum Tippen. Ein Notizbuch, Bleistift, Anspitzer. Handy für Fotos vom Screen. Ein Glas Rotwein. Drei Browserfenster: für Zoom zur Begrüßung und den anschließenden Künstler*innentalk, für den Livestream auf der Seite der Böll-Stiftung, für den Livestream auf Vimeo. Ja, das waren recht hochgetunte Vorbereitungen, aber ich schreibe nicht alle Tage für einen Festivalblog.

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»Du weißt doch genau, dass Du nicht wirklich bist.« Julia Boog-Kaminski über A.L.I.C.E LOST IN CYBERLAND

© Michael Krauss

Ein aus Draht und Metallohren zusammengestecktes Kaninchen sagt den Schlüsselsatz, den Alice Through the Looking Glass bereits 1865 zu hören bekommt: »Du weißt doch genau, dass Du nicht wirklich bist.« Was die Protagonistin des viktorianischen Zeitalters umtreibt, ist auch 2020 der Beginn einer surrealen Reise, die das kleine Mädchen jedoch nicht ins Wunderland, sondern in den Cyberspace führt.

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Where are the robots? Are we the robots? Pauline Sprang on the ANTI-RACIST ROBOT WORKSHOP

Illustration by Stefanie Wuschitz


Algorithms are human made, they hence mirror the implicit biases we, as historically situated beings, are saturated with. In other words, a racist human creates a racist robot. This is why my friend brings her own soap to uni, because her skin is ‘too black’ for the soap dispensers to recognise her hand. 

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