„… dass wir genau vier Internets erforscht haben.“ Ein Gespräch über Memes, künstlerische Forschung und Politik im Internet. 

Alina Weber und Sven Björn Popp von virtuellestheater und Kathia von Roth und Torben Spieker von der Spieleberatung haben sich diesen Sommer mit den Metamorphosen von „Pepe, dem Frosch“ sowie der Performativität von Memes beschäftigt. Nach dem Festivalfrühstück, in dessen Rahmen die Gruppe Fragen, Methoden und Ergebnisse ihres Forschungsaufenthalts präsentierten, trafen Beate Absalon und Sebastian Köthe sie für ein Interview.

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Das Teilen des Unteilbaren. Reflexionen nach „STAUB – DUST – אבק“ von Sebastian Köthe.

Zum Abschluss des Festivals werden die Erinnerungsspuren vierer Leben versammelt. Ari Teperberg und Inbal Yomtovian von Golden Delicious sowie Michael Vogel und Charlotte Wilde von Wilde & Vogel erzählen, musizieren, singen, rearrangieren sich im engen Spielkreis, unterbrechen und bestärken sich. Sie teilen intime Familiengeschichten: etwa von der Mikwe von Yomtovians Schwester, die das jüdische Reinigungsritual vor der Hochzeit im offenen Meer praktiziert hat; von dem Großvater Vogels, der Modellflugzeuge im Keller gebaut hat; von der diasporischen Familiengeschichte Teperbergs.

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Nachgespräch zum „Aufstand der Dinge“

Nach der Berlin-Premiere von „Aufstand der Dinge“ am Sonntagabend hatten Beate Absalon und Sebastian Köthe die Gelegenheit, mit den Künstler*innen vom Figurentheater Chemnitz zu sprechen. Claudia Acker (Spiel), Gundula Hoffmann (Direktorin Figurentheater), Mona Krueger (Spiel), René Schmidt (Dramaturgie) und Mirko Winkel ((Regie, Ausstattung) haben sich dabei nicht nur den Fragen der Moderator*innen gestellt, sondern auch denen des Publikums. Wer das Gespräch verpasst hat, kann es nun nachholen und mehr darüber erfahren, wie die Gruppe gearbeitet hat und wie die Dinge die Wende erlebt und überlebt haben.

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Das Recht des Singulären. Sebastian Köthe über „Saphir-Kopf“.

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Das Erinnern ist staatstragend und also von Staaten häufig instrumentalisiert: Gedenken, Mahnen und Tradieren werden von Feiertagen, Medien und Einheitswippen gerahmt und zielen, sozusagen von der Vergangenheit aus, strategisch auf Politiken des Gegenwärtigen und Zukünftigen. In vielen Produktionen des Festivals haben Künstler*innen also daran gearbeitet, die von den großen Erzählungen vergessenen, verdrängten und verstoßenen minoritären Geschichten zu erinnern, die für das nationale Gedächtnis zu unbedeutsam oder zu traumatisierend sind: von der Biografie einer vergessenen polnischen Künstlerin wie Janina  Węgrzynowska bis hin zum Super-GAU Tschernobyls.

Handa Gote Research & Development gehen mit ihrem Puppentheater-Remake „Saphir-Kopf“ einen anderen Weg.

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Schneestürme und Aschelawinen. Sebastian Köthe über „Bildraum“.

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Es spielt sich ab ohne Worte und verschlägt einem ganz die Sprache.

Die Fotografin Charlotte Bouckaert und der Architekt Steve Salembier haben auf der Bühne des Podewil architektonische Modelle aufgebaut. Überwiegend weiß, alles sehr präzise, man meint auch den Saal des Podewil unter den Räumen zu erkennen. Salembier manipuliert sie – mal verschiebt er eine Wand, mal setzt er Möbel ein – und Bouckaert fotografiert.

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Melancholie im Keller der Braut – Sebastian Köthe über Esther Nicklas‘ Hochzeitstanz

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Eben saß ich noch in Biografie von Karlsson Haus: drei Schauspieler*innen schreien, spielen Musik, zerreißen Tapeten, jonglieren Eier, schlagen Gummi-Hühner, und beschwören damit die tiefe Weltverzweiflung eines suizidal-hässlichen Entleins. In dem Moment war es mir noch nicht bewusst, aber meine Emotionen wurden erzeugt und getragen nicht nur vom Geschehen auf der Bühne, sondern auch vom Publikum im Dunkel um mich herum. Ich war Teil einer Gefühlsgemeinschaft.

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