14 Variationen über THE AUTOMATED SNIPER von Julian Hetzel

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Kunstwerke haben etwas Unendliches an sich: Sie provozieren unterschiedliche Deutungen, widerstreitende Urteile und lassen sich von vielen Blickwinkeln aus betrachten. Um dieser Pluralität Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, haben wir Studierende des theaterwissenschaftlichen Kurses Einführung in die Aufführungsanalyse von Dr. Torsten Jost (FU Berlin) eingeladen, kurze Antworten auf Julian Hetzels Arbeit »The Automated Sniper« zu verfassen. Die Texte nehmen so unterschiedliche Begriffe wie »Desinteresse«, »Gesellschaftskritik« oder »Weiße Weste« zum Anlass, um sich Hetzels provokativer Überblendung von Kunstbetrieb und der Drohne als neuer Technologie der Kriegsführung zu stellen.    Weiterlesen „14 Variationen über THE AUTOMATED SNIPER von Julian Hetzel“

Zu Tisch mit Vampirinnen. Rezension von Beate Absalon zu NOIR AV RITUAL von Telekinetic Assault Group

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Der ganze Saal riecht nach verbranntem weißen Salbei. Ich kenne den Geruch aus einem dieser Esoterikläden, in welchem mir die mit Edelsteinen behangene Verkäuferin erklärte, dass das Räuchern mit weißem Salbei traditionell bei Ritualen angewandt wird, um böse Geister zu vertreiben und Platz für Neues zu schaffen. Im Verlauf von »Noir AV Ritual« wird etwas Neues geschaffen aus dem schwarz-weißen B-Movie »Santo vs. las Mujeres Vampiro«, denn der Protagonist »El Santo« wurde hier vollkommen ausgeräuchert, taucht nicht auf. Weiterlesen „Zu Tisch mit Vampirinnen. Rezension von Beate Absalon zu NOIR AV RITUAL von Telekinetic Assault Group“

The Sound of Destruction – Eine Foto-Sound-Story von Taiga Trigo zu KAPUTT: DIE WERKSTATT DER ZERSTÖRUNG von Fundus Theater

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Die »Werkstatt der Zerstörung« ist eine Art Labor. Untersucht wird Zerstörung »als etwas, das erlaubt ist, das laut, aber auch ganz leise sein kann, das heftige Gefühle auslösen und am Anfang von etwas ganz Neuem stehen kann.« Ausgehend von der Zerstörungskunst beziehungsweise »autodestruktiven Kunst« Gustav Metzgers, einem Holocaust-Überlebenden, wird diversen Forschungsfragen nachgegangen: Wann ist Zerstörung notwendig? Welche Potenziale liegen in der Destruktion? Wo liegt der Unterschied zwischen Spiel und Ernst im Kaputtmachen? Ist Zerstörung immer nur laut und schnell oder kann sie auch ganz langsam und leise stattfinden? Ist sie lustig oder traurig? Weiterlesen „The Sound of Destruction – Eine Foto-Sound-Story von Taiga Trigo zu KAPUTT: DIE WERKSTATT DER ZERSTÖRUNG von Fundus Theater“

“Is it possible to break something properly?” On ¡CA-RAZY! and artistic research with children (en)

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What does it mean to produce a theatre performance for children? Where do theatre and performativity begin? What is artistic research and how does it change the processes of creating a play? During the festival breakfast the team of the Schaubude production “¡ca-razy! Attempts at Chaos, Flying, and Machines, Franziska Burnay Pereira, Alpha Angelina Kartsaki and Susann Tamoszus, gave a lecture on their research practice, presented here as a shortened transcript.

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»Es fehlt immer das letzte Bild« – Essay von Sebastian Köthe zu NETTLES von TricksterP

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Zuerst bin ich allein. Nicht mehr in der Stadt, der Straßenbahn, oder dem Foyer der Wabe, sondern ganz allein: in einem kleinen Zimmer, mit Kopfhörern, eine Frau spricht zu mir oder zu sich selbst. Sie erzählt einen Traum: eine lange Fahrt in einem Schneelift, sie hat die falsche Kleidung an, unter einem Kreuz liegt ein Kind begraben im Schnee.

[Achtung, der Text enthält Spoiler!]

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»… dass wir genau vier Internets erforscht haben« – Ein Gespräch über Memes, künstlerische Forschung und Politik im Internet 

[Blogarchiv Theater der Dinge 2018: Von der verlorenen Zeit]

Alina Weber und Sven Björn Popp von virtuellestheater und Kathia von Roth und Torben Spieker von der Spieleberatung haben sich diesen Sommer mit den Metamorphosen von „Pepe, dem Frosch“ sowie der Performativität von Memes beschäftigt. Nach dem Festivalfrühstück, in dessen Rahmen die Gruppe Fragen, Methoden und Ergebnisse ihres Forschungsaufenthalts präsentierten, trafen Beate Absalon und Sebastian Köthe sie für ein Interview.

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Das Teilen des Unteilbaren. Reflexionen nach STAUB – DUST – אבק von Sebastian Köthe

[Blogarchiv Theater der Dinge 2018: Von der verlorenen Zeit]

Zum Abschluss des Festivals werden die Erinnerungsspuren vierer Leben versammelt. Ari Teperberg und Inbal Yomtovian von Golden Delicious sowie Michael Vogel und Charlotte Wilde von Wilde & Vogel erzählen, musizieren, singen, rearrangieren sich im engen Spielkreis, unterbrechen und bestärken sich. Sie teilen intime Familiengeschichten: etwa von der Mikwe von Yomtovians Schwester, die das jüdische Reinigungsritual vor der Hochzeit im offenen Meer praktiziert hat; von dem Großvater Vogels, der Modellflugzeuge im Keller gebaut hat; von der diasporischen Familiengeschichte Teperbergs.

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In der Mitte der Nacht steigt die Helligkeit nicht. Beate Absalon über CHRONIK DER ZUKUNFT

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[Blogarchiv Theater der Dinge 2018: Von der verlorenen Zeit]

Um überhaupt anfangen zu können, über „Chronik der Zukunft“, ein Werk über den Super-GAU in Tschernobyl, zu schreiben, greife ich zunächst etwas ratlos zu anderen als meinen eigenen Worten. In den tagebuchartigen Aufzeichnungen der österreichischen Autorin Ilse Aichinger findet sich die folgende Passage:

„Es kann immer noch finsterer werden. Es ist nicht logisch, dass in der Mitte der Nacht die Helligkeit steigt. Es wäre logisch, dass die Finsternis sich in sich fortsetzte, dass die Nacht keine Mitte hätte.“

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