Cora Sachs: ANATOMIE DER GUTEN HOFFNUNG

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Februar bis März 2021

Bild: Mara Wild

»Unter Schmerzen hast du empfangen, unter Schmerzen sollst du gebären.«*

Als Grundlage für eine traurig-absurde Inszenierung zum Politikum Mutterleib in der kommenden Spielzeit dienen die während der Residenz recherchierten Dokumente aus Medizingeschichte und Gerichtsprozessen, aus theologischen Pamphleten, Mediävistik und aktuellen medialen Diskussionen. Sie ergeben ein vielschichtiges Bild, ein Mosaik:

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Franziska Dittrich: BLUSH – WHEN FACES TURN PINK

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Februar bis März 2021

Im Hinblick auf ein zukünftig geplantes, interaktives Theaterprojekt für Jugendliche wurde die Recherchezeit genutzt, um zu untersuchen, welche sexistische Narrative, Normen und Schönheitsbilder an junge Frauen* und Mädchen* herangetragen werden: Welche Zuschreibungen werden mit ›Weiblichkeit‹ verbunden, welche gesellschaftlichen Regeln und Tabus leiten sich daraus ab und welche Rolle spielt Scham als Kontroll- und Machtinstrument?

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flunker produktionen: MIAULINA – SUPERHELDEN IN KRISEN

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Februar bis März 2021

Superhelden können alles. Zuerst mal können sie alles sagen. Und sie können alles auch singen. Sie sind Superhelden – oder sie spielen sie.

Recherche für ein szenisches Konzert

In dieser Recherche haben wir uns vor allem Worten und Klängen gewidmet. Sie bilden die Grundlage für eine spätere Stückentwicklung, die Privatheit und Inszenierung auf der Bühne am Beispiel von eigenen Superheldenfiguren ausloten will: Ihre Verletzlichkeiten wollen wir untersuchen und ihre Zartheit annehmen.

Zeig deine Wunde, Superheld! Zeig deine Kraft und lass uns teilhaben an der Schönheit deiner Schwäche!

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Annemie Twardawa: DAS JENSEITIGE AMT (AT)

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Februar bis März 2021

Am Anfang war ein Gedankenspiel: Meine Mutter, als linke Intellektuelle, trat mehrmals aus der Kirche aus. Aber die christliche Erziehung saß tief und aus schlechtem Gewissen trat sie immer wieder ein. Seit sie tot ist, verorte ich sie irgendwie eher oben. Im Himmel. Auf einer Wolke. Ich bin Atheistin, aber wenn ich nun aus einer Übersprungshandlung heraus zu einer Religion konvertierte, zum Beispiel aus Liebe Muslimin würde oder im Rahmen eines spirituellen Selbstfindungstrips Buddhistin, kämen wir dementsprechend in unterschiedliche Jenseits und wären nie wieder vereint!

Es sei denn, es gäbe ein Reisebüro im Jenseits. In das man gehen kann, um zwischen den Jenseits hin und her zu reisen.

Stoff für einen Film! Einen Puppenfilm.

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Anna Menzel: COWBOY BOB

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Dezember 2020 bis Januar 2021

Immer auf der Suche nach Outlaws und Widersprüchen, wird meine nächste Produktion im Rahmen des Theaterkollektivs LOVEFUCKERS von einer Frau handeln, die all das in sich vereint: Peggy Jo Tallas alias Cowboy Bob. Im Rahmen der Residenz habe ich zu ihrem Leben recherchiert, eine Grundidee für ein Corona-taugliches Solostück und Texte entwickelt. In der Bühnenfassung möchte ich Peggy Jo‘s Abgründe mit Puppen, Pop, Performance und Projektionen ergründen und selbst endlich mal ein Cowboy sein!

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ivanaki: THE TRUTH ABOUT HELGA (AT)

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Januar bis Februar 2021

Weil Gastspiele und deren Planung sowie Proben aufgrund der Pandemie stark eingeschränkt sind, habe ich die Zeit der #TakeCareResidenz dazu genutzt, um ein zukünftiges Projekt vorzubereiten: die Erarbeitung einer möglichen Spielfassung mit Puppen des Romans »Die Leiden des Fürsten Sternenhoch« von Ladislav Klima von 1928.

Wahnsinn und Begierde, Projektionen und Halluzinationen: In der literarischen Vorlage steht die Perspektive des »Fürsten Sternenhochs« im Zentrum. Aber wer ist eigentlich HELGA, das Objekt seiner Fantasien? – Mit Skizzen und Textauszügen gibt dieser Beitrag Einblick in Work in Progress einer Stückentwicklung.
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Alba Scharnhorst: FEMONSTRATION – (SICH) VERSCHLINGENDE KÖRPER

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Dezember 2020 bis Januar 2021

Nicht ein Stück, ich ess‘ den Kuchen ganz – denn ich habe Hunger wie ein Mann!

Rapperin Antifuchs, Wie ein Mann

Das Projekt fragt mit künstlerischen Strategien des Objekttheaters, wie ein bestimmter Umgang oder zumindest die Behauptung eines bestimmten Umgangs mit Lebensmitteln Körper als weiblich* und/oder als feministisch inszeniert. Wie wird eine aus feministischer Perspektive angestrebte Weiblichkeit demonstriert, weiblicher Hunger und Sättigung abgebildet?

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Tibo Gebert: Recherche Puppenbau

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Dezember 2020 bis Januar 2021

Foto: Tibo Gebert

Seit Anbeginn meiner Selbstständigkeit baue ich für alle meine Stücke die Puppen selbst. Dieser Prozess ist für mich wichtig, da hier schon meine Bindung zur Figur entsteht und ich Gefühle für diese entwickeln kann. Daraus entsteht für mich ein ganz besonderer Kontakt im Spiel, verbunden mit einer großen Lebendigkeit der Puppe. Die Puppe ist oft das Alter Ego des Spielers, aber wir erleben beide auch als autonom.

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