Marianne Fritz über den Eröffnungsabend BIOGRAFIE von Karlsson Haus

[Blogarchiv Theater der Dinge 2018: Von der verlorenen Zeit]

Kinder können nicht wählen, ob, wann und wo sie geboren werden. Genauso wenig schlüpfen Küken selbstbestimmt. Anfangs richten sich drei hängende „Spiegel der Erinnerung“ auf uns, die Zuschauer. Oben im Theaterhimmel festgemacht sind auch die Dorfjacken, die Anatoly Guschin, Mikhail Shelomentev und Natalia Slascheva anlegen. In den Spiegeln wie dahinter treffen sie und wir mit ihnen auf Hans Christian Andersens autobiografisches Kunstmärchen vom hässlichen Entlein, versetzt auf einen russischen Bauernhof: Kindheit, Sommer, weiter Himmel im Wasserspiegel des Badesees. Alles ist da. Aber Leichtigkeit will nicht aufkommen, denn mit dem Entlein zugleich schlüpft Melancholie aus seiner schützenden Eierschale.

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