Unser Zuhause, der Duft des Pfannkuchens. Barbara Szirakis Resonanz zu THERE IS A NOISE von Hestnes / Popović

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Heimweh, wonach?
Wenn ich „Heimweh“ sage, sag ich „Traum“.
Denn die alte Heimat gibt es kaum.
Wenn ich Heimweh sage, mein ich viel:
Was uns lange drückte im Exil.
Fremde sind wir nun im Heimatort.
Nur das „Weh“, es blieb.
Das „Heim“ ist fort.

– Mascha Kaléko 

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A review of The Yard’s CUTENESS FORENSICS by Rebecca Jackson

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So, I am an octopus.  Coincidentally I have no suckers, and for some unbeknownst reason, I have been teleported into the body of a 6ft British man.  This skinny young gentleman finds himself dawdling about in the living room of a DJ who has just, for the last 85 hours straight, been experimenting at home by hooking up random objects, curtains, used IV packs and small wooden boards on music stands, to his sound mixer.  On top of that, this DJ lives with his grandmother in Berlin, and she has a particular penchant for pink curtains.  And fluffy toy sloths.  And doll houses.  It is, needless to say, a strange predicament for a sucker-less octopus.  What to do?

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Variationen über DAS KLEINE THEATER VOM ENDE DER WELT von Théâtre de la Massue

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Manche Theaterbesuche sind so geheimnisvoll, dass man im Anschluss nicht nur den Künstler*innen Löcher in den Bauch fragen möchte, sondern auch jedem einzelnen Publikumsmitglied: Hast du das auch gesehen? Wie erklärst du dir das? Das ist jetzt wirklich geschehen, oder? »Das kleine Theater vom Ende der Welt« ist so ein Abend voll Geheimnis und Rätsel, und wir haben das Glück, dass sich die Studierende des Kurses Einführung in die Aufführungsanalyse von Dr. Torsten Jost (FU Berlin) dem Stück für uns aus so unterschiedlichen Perspektiven wie seiner Atmosphäre, seinen Medientechniken oder seiner Zeit annähern. 

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Mach auch kaputt, was dich nicht kaputt macht. Sebastian Köthe über DER KANDIDAT von Marc Villanueva Mir

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Bis zum Schluss bleibt unklar, ob dieses Brettspiel sagenumwoben oder vergessen, traditionsreich oder frei erfunden, anarchisch oder bitter zynisch ist. »Djambi«, auch bekannt als »Machiavellis Schachspiel« oder »El Candidato«, versetzt bis zu vier Gruppen in die Rolle von politischen Parteien, die gegeneinander um die Macht kämpfen. Marc Villanueva Mir und Gerard Valverde haben es als interaktive Spiele-Performance reinkarniert. Es gehe nicht um die bloße Machtergreifung, erklärt uns der Spielleiter, denn die sei nie von Dauer, sondern unbedingt um die Ausschaltung aller Gegner. Weiterlesen „Mach auch kaputt, was dich nicht kaputt macht. Sebastian Köthe über DER KANDIDAT von Marc Villanueva Mir“

Namensgeschichten. Einige Überlegungen von Magdalena Schrefel anlässlich der Aufführung /NOT/ IN MY NAME von Rafi Martin

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Wenn sich meine Großmutter früher am Telefon meldete, dann sagte sie immer Schreffl. Und nicht nur, dass sie den Namen wie eine Frage aussprach und so in der Namensnennung gleich die Frage nach dem Gegenüber vorwegnahm, verwunderte mich jedes Mal aufs Neue, sondern auch die Aussprache. Schreffl, sagte sie, mit einer für meine Ohren falschen Betonung auf dem F, als folge darauf ein zweites F und kein E. Später habe ich erfahren, dass unser Nachname einmal genauso geschrieben wurde und dass sich ein Standesbeamter bei der Niederschrift des Namens verschrieben haben soll. Das sei lange her, als Urkunden noch per Hand erstellt wurden. In welcher Generation das genau stattgefunden hat, konnte mir niemand erzählen. Doch es bleibt die Erinnerung an diesen Namen. Seine Aussprache allerdings ist mit dem Tod meiner Großeltern verloren gegangen. Wir Nachkommenden sprechen den Namen so aus, wie er geschrieben steht. Weiterlesen „Namensgeschichten. Einige Überlegungen von Magdalena Schrefel anlässlich der Aufführung /NOT/ IN MY NAME von Rafi Martin“

14 Variationen über THE AUTOMATED SNIPER von Julian Hetzel

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Kunstwerke haben etwas Unendliches an sich: Sie provozieren unterschiedliche Deutungen, widerstreitende Urteile und lassen sich von vielen Blickwinkeln aus betrachten. Um dieser Pluralität Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, haben wir Studierende des theaterwissenschaftlichen Kurses Einführung in die Aufführungsanalyse von Dr. Torsten Jost (FU Berlin) eingeladen, kurze Antworten auf Julian Hetzels Arbeit »The Automated Sniper« zu verfassen. Die Texte nehmen so unterschiedliche Begriffe wie »Desinteresse«, »Gesellschaftskritik« oder »Weiße Weste« zum Anlass, um sich Hetzels provokativer Überblendung von Kunstbetrieb und der Drohne als neuer Technologie der Kriegsführung zu stellen.    Weiterlesen „14 Variationen über THE AUTOMATED SNIPER von Julian Hetzel“

Zu Tisch mit Vampirinnen. Rezension von Beate Absalon zu NOIR AV RITUAL von Telekinetic Assault Group

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Der ganze Saal riecht nach verbranntem weißen Salbei. Ich kenne den Geruch aus einem dieser Esoterikläden, in welchem mir die mit Edelsteinen behangene Verkäuferin erklärte, dass das Räuchern mit weißem Salbei traditionell bei Ritualen angewandt wird, um böse Geister zu vertreiben und Platz für Neues zu schaffen. Im Verlauf von »Noir AV Ritual« wird etwas Neues geschaffen aus dem schwarz-weißen B-Movie »Santo vs. las Mujeres Vampiro«, denn der Protagonist »El Santo« wurde hier vollkommen ausgeräuchert, taucht nicht auf. Weiterlesen „Zu Tisch mit Vampirinnen. Rezension von Beate Absalon zu NOIR AV RITUAL von Telekinetic Assault Group“

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