#TakeCareResidenzen @Schaubude Berlin

Frei produzierende Künstler*innen und Gruppen sind durch die Covid-19-Pandemie und die Einschränkungen im kulturellen Sektor existenziell betroffen. Für das Förderprogramm #TakeCareResidenzen hat das Netzwerk flausen+ mit dem Fonds Darstellende Künste kooperiert, um ausgewählte Künstler*innen zwischen November 2020 und März 2021 für jeweils mindestens 2 Monate zu begleiten und zu stärken. Als Verbundpartner von flausen+ hat die Schaubude Berlin insgesamt elf Projekte unterstützt.

Erstes Treffen der Residenzler*innen im Schaubude-Zoom, Dezember 2020
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Hervorgehobener Beitrag

Cora Sachs: ANATOMIE DER GUTEN HOFFNUNG

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Februar bis März 2021

Bild: Mara Wild

»Unter Schmerzen hast du empfangen, unter Schmerzen sollst du gebären.«*

Ein Mosaik, ein vielschichtiges Bild und die Grundlage für eine traurig-absurde Inszenierung zum Politikum Mutterleib in der kommenden Spielzeit bilden die während der Residenz recherchierten Dokumente aus Medizingeschichte und Gerichtsprozessen, aus theologischen Pamphleten, Mediävistik und aktuellen medialen Diskussionen.

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Franziska Dittrich: BLUSH – WHEN FACES TURN PINK

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Februar bis März 2021

Im Hinblick auf ein zukünftig geplantes, interaktives Theaterprojekt für Jugendliche wurde die Recherchezeit genutzt, um zu untersuchen, welche sexistische Narrative, Normen und Schönheitsbilder an junge Frauen* und Mädchen* herangetragen werden: Welche Zuschreibungen werden mitWeiblichkeit‹ verbunden, welche gesellschaftlichen Regeln und Tabus leiten sich daraus ab und welche Rolle spielt Scham als Kontroll- und Machtinstrument?

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flunker produktionen: MIAULINA – SUPERHELDEN IN KRISEN

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Februar bis März 2021

Superhelden können alles. Zuerst mal können sie alles sagen. Und sie können alles auch singen. Sie sind Superhelden – oder sie spielen sie.

Recherche für ein szenisches Konzert

In dieser Recherche haben wir uns vor allem Worten und Klängen gewidmet. Sie bilden die Grundlage für eine spätere Stückentwicklung, die Privatheit und Inszenierung auf der Bühne am Beispiel von eigenen Superheldenfiguren ausloten will: Ihre Verletzlichkeiten wollen wir untersuchen und ihre Zartheit annehmen.

Zeig deine Wunde, Superheld! Zeig deine Kraft und lass uns teilhaben an der Schönheit deiner Schwäche!

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Annemie Twardawa: DAS JENSEITIGE AMT (AT)

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Februar bis März 2021

Am Anfang war ein Gedankenspiel: Meine Mutter, als linke Intellektuelle, trat mehrmals aus der Kirche aus. Aber die christliche Erziehung saß tief und aus schlechtem Gewissen trat sie immer wieder ein. Seit sie tot ist, verorte ich sie irgendwie eher oben. Im Himmel. Auf einer Wolke. Ich bin Atheistin, aber wenn ich nun aus einer Übersprungshandlung heraus zu einer Religion konvertierte, zum Beispiel aus Liebe Muslimin würde oder im Rahmen eines spirituellen Selbstfindungstrips Buddhistin, kämen wir dementsprechend in unterschiedliche Jenseits und wären nie wieder vereint!

Es sei denn, es gäbe ein Reisebüro im Jenseits. In das man gehen kann, um zwischen den Jenseits hin und her zu reisen.

Stoff für einen Film! Einen Puppenfilm.

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Anna Menzel: COWBOY BOB

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Dezember 2020 bis Januar 2021

Immer auf der Suche nach Outlaws und Widersprüchen, wird meine nächste Produktion im Rahmen des Theaterkollektivs LOVEFUCKERS von einer Frau handeln, die all das in sich vereint: Peggy Jo Tallas alias Cowboy Bob. Im Rahmen der Residenz habe ich zu ihrem Leben recherchiert, eine Grundidee für ein Corona-taugliches Solostück und Texte entwickelt. In der Bühnenfassung möchte ich Peggy Jo‘s Abgründe mit Puppen, Pop, Performance und Projektionen ergründen und selbst endlich mal ein Cowboy sein!

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Laia RiCa: Deutsche koloniale Spuren in Mittelamerika

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Januar bis Februar 2021

»Wir wissen ja alles! Was machen wir mit diesem Wissen?«

Aus dem Video zur Recherche

Es ist eigentlich kein Geheimnis. Etwa, dass der Wohlstand der deutschen Gemeinde in Guatemala mit dem örtlichen Kaffee- und Zuckerboom zusammenhängt. Dass dieser ermöglicht wurde durch Enteignungen und Zwangsarbeit, legitimiert durch NS-Propaganda und ein aus dem kolonialen Kontext ›Deutsch-Südwestafrika‹ übertragenes Gesetz. Oder dass es bis heute Kontinuitäten gibt – in rassistischen Diskursen, aber auch wirtschaftlich.

Was machen wir mit diesem Wissen? fragte sich Laia RiCa in ihrer szenischen Recherche zu den politischen Produktionsbedingungen zweier Exportschlager. Hier gibt sie erste Einblicke in ihren performativen Umgang mit dem dokumentarischen Material. Physisch und visuell spielt sie dabei mit verschiedenen Zuständen von Kaffee und Zucker.

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ivanaki: THE TRUTH ABOUT HELGA (AT)

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Januar bis Februar 2021

Weil Gastspiele und deren Planung sowie Proben aufgrund der Pandemie stark eingeschränkt sind, habe ich die Zeit der #TakeCareResidenz dazu genutzt, um ein zukünftiges Projekt vorzubereiten: die Erarbeitung einer möglichen Spielfassung mit Puppen des Romans »Die Leiden des Fürsten Sternenhoch« von Ladislav Klima von 1928.

Wahnsinn und Begierde, Projektionen und Halluzinationen: In der literarischen Vorlage steht die Perspektive des »Fürsten Sternenhochs« im Zentrum. Aber wer ist eigentlich HELGA, das Objekt seiner Fantasien? – Mit Skizzen und Textauszügen gibt dieser Beitrag Einblick in Work in Progress einer Stückentwicklung.
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Alba Scharnhorst: FEMONSTRATION – (SICH) VERSCHLINGENDE KÖRPER

#TakeCareResidenzen, Projektzeitraum Dezember 2020 bis Januar 2021

Nicht ein Stück, ich ess‘ den Kuchen ganz – denn ich habe Hunger wie ein Mann!

Rapperin Antifuchs, Wie ein Mann

Das Projekt fragt mit künstlerischen Strategien des Objekttheaters, wie ein bestimmter Umgang oder zumindest die Behauptung eines bestimmten Umgangs mit Lebensmitteln Körper als weiblich* und/oder als feministisch inszeniert. Wie wird eine aus feministischer Perspektive angestrebte Weiblichkeit demonstriert, weiblicher Hunger und Sättigung abgebildet?

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