The Sound of Destruction – Eine Foto-Sound-Story von Taiga Trigo zu KAPUTT: DIE WERKSTATT DER ZERSTÖRUNG von Fundus Theater

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Die »Werkstatt der Zerstörung« ist eine Art Labor. Untersucht wird Zerstörung »als etwas, das erlaubt ist, das laut, aber auch ganz leise sein kann, das heftige Gefühle auslösen und am Anfang von etwas ganz Neuem stehen kann.« Ausgehend von der Zerstörungskunst beziehungsweise »autodestruktiven Kunst« Gustav Metzgers, einem Holocaust-Überlebenden, wird diversen Forschungsfragen nachgegangen: Wann ist Zerstörung notwendig? Welche Potenziale liegen in der Destruktion? Wo liegt der Unterschied zwischen Spiel und Ernst im Kaputtmachen? Ist Zerstörung immer nur laut und schnell oder kann sie auch ganz langsam und leise stattfinden? Ist sie lustig oder traurig? Nach einem ersten Brainstorming erhalten die Teilnehmer*innen Inspiration anhand beispielhafter Künstler*innen, die mit dem Kaputten gearbeitet haben, indem sie zum Beispiel modelhaft Naturkatastrophen nachgebaut oder konflikthafte Ausschreitungen reenacted haben. So entstehen die ersten eigenen Versuche im Kreativwerden durch Destruktion und die Forschungsfragen werden immer detaillierter: Wie können die Würfelzucker so arrangiert werden, dass sie am ehesten eine Gletscherschmelze darstellen? Kriegt man die Stereoanlage besser klein, indem man erbarmungslos mit dem Hammer drauf haut oder indem man sie gewissenhaft mit dem Schraubenzieher auseinandernimmt? Und wie fühlt sich das jeweils anders an? Welchen Titel könnte die Performance tragen, in welcher eine Uhr langsam im Schraubstock zerknackst wird? Wie klingt es, wenn das Smartphone im Mixer geschreddert wird? Kann man nur Gegenstände oder auch sowas abstraktes wie die Langeweile demolieren — und wenn ja: wie stellt man das dar?


Noch vor verschlossenen Türen…

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…bahnen wir uns unseren Weg,

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…weil die alten CD-Player ausgesorgt haben.

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Warum erfindet einer, der so viel Zerstörung erlebt hat, die Zerstörungskunst?

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Was können wir beim Kaputtmachen erleben? Was kann dadurch entstehen?

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»Lass uns doch Musik machen!«

»Hau mal ein bisschen doller drauf!«

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Pictures and audio by Taiga Trigo, a sound artist that enjoys destroying things with her teeth.
Text: Beate Absalon


KAPUTT: Die Werkstatt der Zerstörung
Interaktive Performance für Kinder und Jugendliche. Vom 24. bis 26.10. fünf Termine bei Theater der Dinge; Spielstätte: Feld Theater für junges Publikum.

Der Workshop ist eine Weiterentwicklung von »Kaputt: Akademie der Zerstörung«, einem Projekt von Sibylle Peters, FUNDUS THEATER | Theatre of Research, in Kooperation mit der Live Art Development Agency London und ein Beitrag zum Collaborative Arts Partnership Programm.
Werkstattleiter*innen, Performer*innen: Hanno Krieg, Sibylle Peters, Christopher Weymann

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