#premiere: WAS BLEIBT. ARCHIV DER ERZÄHLENDEN DINGE

Am 20. Mai 2020 hatte die aktuelle Koproduktion der Schaubude »Was bleibt.« Online-Premiere. Ursprünglich für Bühne und Live-Begegnung konzipiert, hat das dokumentarische Objekttheaterprojekt der Performerin und Theatermacherin Anya Deubel und der spanisch-mexikanischen Agencia EL SOLAR jetzt als Blog das Licht der Welt erblickt. Anhand von Alltagsgegenständen und persönlichen Erinnerungsstücken erkunden die Künstler*innen verschiedenste Lebensgeschichten und biografische Brüche zur DDR-Zeit und nach dem Mauerfall.

In Video-Episoden und Texten wächst unter www.wasbleibt-schaubude.com in den kommenden Wochen und Monaten ein »Archiv der erzählenden Dinge«, das ausdrücklich dazu einlädt, eigene Geschichten und Gedanken zu teilen!

Was erzählt ein Paar rote Stöckelschuhe über eine Flucht aus der DDR? Was der Preis eines Kaffeekännchens im Jahr 1990? Was ein Deo namens »Action«, eine Schreibmaschine, ein bestimmtes Buch?

Mit den persönlichen und alltäglichen Gegenständen der Protagonist*innen versammelt der Blog individuelle Erlebnisse. So wird nicht eine einzige Geschichte abgebildet, sondern viele Einzelerfahrungen, die sich ergänzen, nebeneinander stehen, manchmal auch komplett gegensätzlich sind.

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Einer der ersten Einträge auf dem Projekt-Blog Was Bleibt. beruht übrigens auf einem Gespräch mit Silvia Brendenal, Künstlerische Leiterin der Schaubude von 1997-2015. In »Der Osten ist nicht der Osten« schlägt sie sehr persönliche Töne an. Weitere Video-Episoden und Geschichten werden in den kommenden Wochen regelmäßig veröffentlicht. Schaut vorbei!

Deine Erinnerung im Archiv der erzählenden Dinge

Hast du noch Gegenstände zu Hause, die dich an die Zeit der deutschen Teilung oder die Zeit nach dem Mauerfall erinnern, mit denen du eine besondere Geschichte, eine Erinnerung oder einen Moment verbindest? Dann werde Teil des Archivs der erzählenden Dinge und teile anhand deiner persönlichen Gegenstände und Erinnerungsstücke deine Erinnerungen: Ob Fotos, Bücher, Werkzeug, Stoffe oder einfach eine erinnerte Situation – alles ist willkommen!

Die Künstler*innen freuen sich unter wasbleibt@schaubude.com über Fotos deiner Gegenstände und einen Text zu ihrer Geschichte.

Eine erste Review zu »Was bleibt.« von Tom Mustroph ist auf dem Fidena-Portal nachzulesen.


WAS BLEIBT. ARCHIV DER ERZÄHLENDEN DINGE
Produziert von: Schaubude Berlin
Gefördert von: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berliner Senatsverwaltung Projektfonds Zeitgeschichte und Erinnerungskultur, Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BAB)
In Kooperation mit: EL SOLAR
www.wasbleibt-schaubude.com


Mehr zur Arbeitsweise des Künstlerkollektivs EL SOLAR und Anya Deubel auf dem Schaubude-Blog: Kartografische Objekte und Jedes Ding ein Fossil. Trailer zur vorherigen gemeinsamen Arbeit in Berlin »Tagebuch zwischen den Zeilen«:

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